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Herz, Kopf und Basisnote eines Parfüms

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Jedes Parfum besteht aus einer Kopf-, Herz und einer Basisnote. Doch was machen diese aus und worin unterscheiden sie sich?

Die Kopfnote ist diejenige, die immer zuerst wahrgenommen wird, aber auch wieder am schnellsten verfliegt. Sie ist verantwortlich dafür, ob ein Duft einen sofort anspricht oder nicht. Daher kann diese Note auch dazu führen, dass man sich für den falschen Duft entscheidet. Denn bloß, weil die Koptnote angenehm duftet, heißt es nicht, dass Herz- und Basisnote mit dem eigenen Hautduft gut harmonieren. Aus diesem Grund sollte man einen Duft immer Zeit geben, sich voll und ganz zu entfalten und ihn in seiner Gesamtkomposition betrachten, anstatt nur den ersten Eindruck entscheiden zu lassen. Die Zusammensetzung der Kopfnote besteht meist aus intensiven, aber auch flüchtigen Duftstoffen. Gerne werden hierfür Zitrusnoten oder sanfte Blütenaromen verwendet.

Anschließend wird die Herznote, das Herzstück eines Parfums, riechbar. Sie duftet sehr langanhaltend und geht eine engere Verbindung mit der Haut ein. Sie entwickelt sich erst zehn Minuten, nachdem die Kopfnote verflogen ist. Der Großteil eines Parfüms besteht aus der Herznote. Gerne werden für sie blumige Duftessenzen wie Jasmin, Rose oder Nelken verwendet.

Die Basisnote geht eine besondere Verbindung mit den Dufteigenschaften der Haut ein. Sie entwickelt bei jedem eine andere Duftnuance. Daher ist die Basisnote der individuellste Teil eines Parfums und noch über viele Stunden hinweg wahrnehmbar. Wie sich ein Duft entwickelt wird aber nicht nur von der Haut bestimmt, auch der Hormonhaushalt, das Alter oder die Ernährung können die Duftentwicklung beeinflussen. Sie besteht häufig aus Holz- und Moschusaromen, aber auch Vanille oder Lavendel.  

Text:Beautypress 


Nachdem man seine Duftfavoriten gefunden hat, steht man vor der nächsten Herausforderung:

1. Wie viel trage ich am besten auf?
2. An welchen Stellen kann das Parfum seine Wirkung am besten entfalten?
3. Kann ich meine Lieblingsdüfte auch gemeinsam auftragen?

Antwort zu 1:
Bei Parfums gilt wie bei so vielen anderen Dingen auch: Weniger ist mehr! Lieber man duftet nur dezent als penetrant. Man möchte mit seinem Duft schließlich positiv auffallen und keine Geruchsbelästigung darstellen. Daher ist es wichtig, vorher zu testen, wie der Duft auf der eigenen Haut wirkt, um dadurch wiederum herauszufinden, wie viele Spritzer man tragen kann. Zur Orientierung kann folgende Faustregel helfen:
1-2 Spritzer Eau de Parfum
3-4 Spritzer Eau de Toilette.

Antwort zu 2:
Ein Parfum sollte man immer an den Körperstellen auftragen, wo das Blut pulsiert, da es dort besonders warm ist. Diese Wärme hilft dem Duft, sich bestmöglich zu entfalten. Besonders gut geeignet sind beispielsweise die Handgelenke, die Armbeugen oder auch die Stelle hinter den Ohrläppchen/Nackenbereich. Doch auch an den Schläfen und am Dekolletté kann man sehr gerne 1-2 Spritzer verteilen.

Antwort zu 3:
Selbstverständlich kann man seine Lieblingsdüfte auch gemeinsam auftragen. Dies nennt sich „Layering“. Heinz-Josef Meller von der Parfümerie Meller in Köln erklärt, wie es geht: „Wenn man einen eher schweren, mandelartig-süßen Duft auch gerne im Sommer tragen möchte, kann man diesen mit einem fruchtigen Duft kombinieren.“ Man trägt also einen Spritzer des schweren Duftes auf und auf diesen dann einen oder auch zwei Spritzer des fruchtigen. Auch würzige Parfums lassen sich layern - beispielsweise mit einem leichten Zitronenduft.

Textquelle:Beautypress 

Viele Hersteller bieten Probengrößen an.Hiermit kann man ohne unnötig viel Geld auszugeben, den richtigen Duft für seine persönlichen Vorlieben finden.

Die Unterschiedlichen Duftvariationen 

Aromatisch:
Aromatische Düfte sind häufig Kompositionen aus Salbei, Rosmarin, Kreuzkümmel und Lavendel. Doch auch andere würzige oder nach Gras duftende Pflanzen werden verwendet.  Ergänzt werden diese oft mit Zitrus- oder Gewürznoten.

Blumig:
Diese Duftfamilie findet sich in der Regel bei typischen Damendüften wieder. Diese bestehen aus Blütenessenzen von Veilchen, Jasmin, Rose oder Flieder. Sie können sehr facettenreich sein und durch die Zugabe von Blättern oder Gräsern in eine blumig-grüne Richtung gehen. Gibt man jedoch Zitrusnoten oder frische Kräuter hinzu, entsteht ein blumig-frischer Duft.

Chypre:
Der Name „Chypre“ geht auf den Duft „Chrypre“ zurück, der im Jahr 1917 von Francois Coty komponiert wurde. Heute werden unter dieser Duftfamilie warme, sinnliche Parfums zusammengefasst, die sich durch eine frische, zitrische Kopfnote sowie Labdanum und Patchouli auszeichnen.

Floriental:
Diese Duftfamilie entwickelte sich in den 90er-Jahren aus den orientalischen Düften heraus. Zu ihr zählen Parfüms, die sich durch eine blumige sowie orientalische Note auszeichnen.

Oriental:
Zu dieser Duftfamilie gehören warme, sinnliche Düfte, inspiriert durch die arabische Welt, die sich durch Vanille, Patchouli und pudrige, balsamische Komponenten auszeichnen. Doch sowohl animalische Nuancen als auch Gewürze wie Muskat, Nelke oder Zimt lassen sich in diesen Parfums „erriechen“. Bei den Herrendüften bestehen die orientalische Düfte hauptsächlich aus Holz- und Harznoten sowie exotischen Gewürzen wie Vanille und Zimt. Zusätzlich können diese Akzente  von Tabak und Leder enthalten.

Eines der wohl berühmtesten orientalischen Düfte ist "Youth Dew"von Estée LauderLesen Sie hier, was Leonard A. Lauder, der Sohn von Estée Lauder, über das Parfum denkt.

Fougère:
Der Name „Fougère“ geht auf das Parfum „Fougère Royale“ zurück. Dieses wurde 1882 vom Dufthaus Houbigant kreiert und enthielt Lavendel, Eichenmoos und den Riechstoff Cumarin, der damals neu entdeckt wurde. Ursprünglich als Damenduft komponiert, wurden bald darauf die Herrendüfte unter dieser Duftfamilie zusammengefasst. Durch Lavendel, aber auch Rosmarin erhalten diese Parfüms eine aromatische Note, die durch die Beigabe von Bergamotte in die zitrische Richtung geht, durch Geranium in die blumige und durch Cumarin in die balsamische.

Fruchtig:
Der Duft von fruchtigen Parfums wird bestimmt durch rote Früchte, Apfel, Birne, Pfirsich oder Ananas in der Kopf- und/oder Herznote. Gerne werden sie mit floralen Duftstoffen kombiniert. Dadurch entstehen süßliche, warme, leichte Düfte, die besonders gern im Sommer getragen werden.

Holzig:
Die „holzige“ Duftfamilie kommt meist in Herz- und Basisnoten zum Einsatz. Verwendet werden gerne Zedern- und Sandelholz, aber auch Vetiver und Oud. Durch einen Hauch Zitrus erhalten diese Parfums eine aromatische Note. Die Herrendüfte werden meist durch Sandelholz und Patchouli dominiert.

Zitrus:
Der Charakter von Zitrusdüften wird durch spritzige Noten von Bergamotte, Zitrone, Limette, Mandarine, Süßorange oder Grapefruit bestimmt. Ergänzt werden diese oft durch Neroli oder Petit Grain, kombiniert mit blumigen Nuancen oder chypre Noten. Bei den Herrendüften setzen sich zitrische Düfte hauptsächlich aus Bergamotte, Limette, Grapefruit oder Orange zusammen.

Textquelle:Beautypress 

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